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Heimatjahrbuch 2018

Jetzt bestellen! Hier wird authentisch über die pfälzische Heimat geschrieben, über das Leben, das alle Menschen in der Stadt und dem Kreis teilen. Für alle, die mehr wissen wollen über die Region und die Menschen hier. Das Heimatjahrbuch 2018 ist für sechs Euro plus 2,50 Euro Versandkosten beim Rolf Schmiedel Verlag erhältlich. Bestellungen unter Telefon 0631-205772-0, per Fax 205772-29 oder per Mail an mail(at)wir-im-landkreis.de möglich.

Maria Madenbergs Kolumne

Ich bewundere Menschen, die mutig sind. Sie haben so eine Unerschrocken-heit an sich - das beeindruckt mich. Sie haben eine Idee im Kopf und tun sie dann einfach. Egal, was da kommt - sie ziehen dann "ihr Ding" durch. Hör auf dich selbst! Egal, was andere sagen! Sieh nur auf dich selbst! Und ähnliche gebetsmühlenartige Um-, bzw. Anerziehungs-Sprüche sind virulent. Da ist kein Platz mehr für wenigstens ein Quäntchen Rücksichtnahme. Ort und Situation spielen keine Rolle. Am Mackenbacher Kreisel, an der Supermarkt-Kasse in Landstuhl, an der Fußgängerampel in Enkenbach - Freundlichkeit wird als Schwäche ausgelegt. Ein Auto-Corso mit flatternden weißen Hochzeitsbändchen kommt mir entgegen, will vor mir die Straße kreuzend abbiegen, ich halte an und lasse die ausgelassen hupende Kolonne passieren. Hinter mir hupt es plötzlich auch: Wild gestikulierend eine vielleicht Mittdreißigerin in ihrem Cabrio bedeutet mir, ich solle weiterfahren, mein Vorfahrtsrecht ausnutzen...

VG Weilerbach in Förderprogramm

 

Die Verbandsgemeinde Weilerbach ist in das Förderprogramm "Unsere Kommune für alle - altersgerecht, barrierefrei und inklusiv" aufgenommen worden. Das Land unterstützt das Projekt mit 50.000 Euro. Ziel ist, dass die Verbandsgemeinden mit ihren Ortsgemeinden bis zum Ende des Jahres 2018 Aktionspläne erstellt haben. Die Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden werden bei der Durchführung und Auswertung von Strategie- und Beteiligungsworkshops, bei der Erarbeitung der Aktionspläne sowie bei Vorlagen für die Gemeindegremien durch ein erfahrenes Sozialplanungsbüro unterstützt.

"Inklusion findet vor Ort, in unseren Städten und Gemeinden statt. Deshalb unterstützen wir fünf weitere Verbandsgemeinden bei der Aufstellung von kommunalen Aktionsplänen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention", erklärten Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch.

 

Aus insgesamt 13 Bewerbungen wurden die fünf Verbandsgemeinden Altenahr, Schweich, Weilerbach, Herxheim und Lingenfeld ausgewählt. "Bereits im Jahr 2010 hat Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland einen Aktionsplan verabschiedet und damit gute Erfahrungen gemacht. Sie sind ein gutes Instrument zur Verwirklichung der UN-Behindertenrechtskonvention, von dem in den Städten und Gemeinden alle Menschen profitieren. Auch der demografische Wandel kann damit vor Ort gestaltet werden", erklärte Bätzing-Lichtenthäler.

Denn mit dem demografischen Wandel gewinnt eine barrierefreie und inklusive Gestaltung der Angebote vor Ort eine immer größere Bedeutung. Bei Freizeit, Sport und Kultur in den Vereinen, bei den touristischen Angeboten, der Teilhabe an Bildung, Wirtschaft und Arbeit in den Betrieben, Kindertagesstätten und Schulen helfen kommunale Aktionspläne, Barrieren abzubauen und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Gerade im ländlichen Raum sind barrierefreie Mobilität und barrierefreie Einkaufsmöglichkeiten von besonders großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden.

"Inklusion und Barrierefreiheit sind ein Menschenrecht. Das ist der Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention, der durch Aktionspläne wirksam umgesetzt werden soll. Bereits 21 Kommunen in Rheinland-Pfalz haben Aktionspläne aufgestellt, viele arbeiten daran. Ich wünsche mir viele weitere kommunale Initiativen für und mit Menschen mit Behinderungen in den Gemeinden und Städten", betonte Rösch.